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Am 3. und 4. Juni 2026 kamen auf dem innovativen EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg rund 1.500 pädagogische Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege sowie Fachberater:innen zusammen. Unter dem Motto „Wir sind KiTa“ lud die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie erstmals zu einem berlinweiten Fachkongress dieser Größenordnung ein – mit Vorträgen, Workshops, einem Markt der Möglichkeiten und viel Raum für fachlichen Austausch und Vernetzung. Beide Kongresstage waren inhaltsgleich gestaltet, sodass möglichst vielen Einrichtungen die Teilnahme offenstand.

Im Zentrum stand die Veröffentlichung des überarbeiteten Berliner Bildungsprogramms („BBP 3.0“) für Kitas und Kindertagespflege.

Im BBP 3.0 wird die Wichtigkeit der Stärkung der Gesundheit von Kindern und Fachkräften sowohl im Bildungsbereich Gesundheit und Bewegung (BBP, S. 55) als auch im Kapitel 4.1 benannt, denn „Qualität braucht Gesundheit und Wohlbefinden“ (BBP, S. 171). Das Landesprogramm als internes Evaluationsinstrument wird die Arbeit mit dem BBP weiter unterstützen, denn „zur Stärkung der Gesund­heitsressourcen aller Beteiligten in den Kitas ermöglicht das Land Berlin diesen die Teilnahme am Lan­desprogramm „Kitas bewegen – für die gute gesunde Kita“ (LggK).“ (BBP, S. 55).

In diesem Sinne war das LggK an diesen Tagen in Fachforen und auf dem Markt der Möglichkeiten mit einem Stand vertreten. Hier kamen wir mit zahlreichen Fachkräften ins Gespräch, beantworteten Fragen rund um die Teilnahme am Landesprogramm sowie seiner nachhaltigen Umsetzung und gaben Infomaterial mit auf den Weg. Besonders gefreut hat es uns, viele bekannte Gesichter wiederzusehen – darunter Kitas und Träger die am Programm teilnehmen, aber auch Kooperations- und Netzwerkpartner. Und ganz nebenbei konnten wir auch neue Kontakte knüpfen, die wir gern weiter vertiefen.

Fachlich brachte sich die Landeskoordination in Kooperation mit fünf LggK Kitas ein: Im Fachforum „Gesundheit von Fachkräften als kollektive Aufgabe – vom Ich zum Wir“ – das an beiden Tagen jeweils zwei Mal angeboten wurde – ging es darum, Gesundheit nicht nur als individuelle, sondern als gemeinsame Aufgabe des ganzen Teams zu verstehen.

Dr. Johannes Wendsche und Marie-Sophie Krüger (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin – (BAuA)) zeigten anhand empirischer Daten zunächst die aktuelle Situation bzgl. des Wohlbefindens der Fachkräfte auf. Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen zeigt sich hier eine deutlich höhere Belastung. Als Ressourcen wurden die Sinnhaftigkeit des Berufs, das Gemeinschaftsgefühl und die Möglichkeit zur Partizipation genannt. Prof. Karla Verlinden von der Katholischen Hochschule NRW stellte im Rahmen ihres Beitrags Lösungsansätze zur Förderung des Wohlbefindens der Fachkräfte vor, die insbesondere der Teamresilienz eine hohe Bedeutung beimessen. Gestärkt werde diese insbesondere durch kollektive Wirksamkeitserfahrungen, eine gemeinsame Vision und gute Kooperation. Das Landesprogramm greift diese Aspekte im Rahmen vielfältiger Methoden und Anregungen auf und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Teamresilienz. Auch auf dem diesjährigen LggK-Nachhaltigkeitsfachtag wurde das Thema Resilienzförderung als Schwerpunkt gesetzt und in verschiedenen Beiträgen (Vortrag, Workshop und Praxiswerkstätten) vertieft. Im Anschluss an die Vorträge der BAUA und Prof. Verlinden kam die Praxis mit Impulsen aus dem Landesprogramm für die gute gesunde Kita zu Wort: Dazu interviewten wir jeweils zwei Kita-Leitungen.

 

Wir danken

Ellen Fischer (Leitung Kita Glücksburg, Verein für berufsorientierte Kinderbetreuung e.V.),

Huda Weshah (Leitung Kita Safina Erasmusstr., HadeWe-Integra gemeinnützige GmbH),

Jennifer Osei-Bonsu (ehemalige Leitung der LggK-Nachhaltigkeitskita Wortschmiede, Albatros gGmbH),

Kerstin Hamann (Leitung Kita Paradies für Kinder, Jugend- und Sozialwerk gemeinnützige GmbH) und Stefanie Neumann (Leitung ev. Kita Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Kitaverband Mitte West), die aus ihren Einrichtungen berichteten, wie Teamresilienz konkret wachsen kann und in welcher Weise sie das LggK dabei unterstützt hat.

 

Für uns waren es zwei inspirierende Tage voller Begegnungen, fachlichem Austausch und wertvoller Kontakte.